Soziales

Für ein solidarisches Europa

Dafür kämpfe ich als Vize-Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung und Soziales. Denn soziale Gerechtigkeit und Solidarität ist der Kitt, der uns in der EU zusammenhält. Ohne droht die EU zu zerbrechen und populistischen Strömungen zu zerfallen.

Fast jeder vierte Mensch in der EU ist von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht. Die Europäische Union bedeutet somit lange nicht für alle Wohlstand. Auch Beschäftigte haben mit existentielle Unsicherheit zu kämpfen. Ein Drittel ist betroffen - Tendenz steigend. Dazu kommt das Problem der steigende Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Europa. In zehn Jahren ist die Zahl der Obdachlosen in Europa um 70 Prozent gestiegen.

Das ist nicht das Leben in Würde, das die Europäische Union verspricht. 

Ich selbst habe in Zeiten der Wirtschaftskrise mit Arbeitslosigkeit und existentielle Ängsten leben müssen und weiß, wie tief diese Ängste sitzen und einen in seinem Leben lähmen.

Wenn die Europäische Union als Hüterin der Menschenrechte wirklich für ihre Werte einsteht, muss sie sich stärker für die Grundsicherung der Menschen in der EU einsetzen.

Im Ausschuss für Soziales und Beschäftigung setze ich mich besonders für die Themen Wohnen und Grundsicherung ein.
Um Druck auf die Mitgliedsstaaten auszuüben fordere ich einen EU-Rahmen, der nationale Strategien zur Vermeidung und Bewältigung der gegenwärtigen Wohnungs- und Obdachlosigkeitskrise einfordert. Housing First ist ein Konzept, das neben Finnland viel stärker im Rest der EU verbreitet werden könnte.
Außerdem brauchen wir eine europäische Debatte zum Thema Grundsicherung. In Zeiten des Wandels brauchen wir soziale Absicherungsmechanismen, die Menschen in der EU vor Armut und Ausgrenzung schützen.

Jetzt ist der Moment Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik zusammen zu denken. Jetzt wo sich die Europäische Union mit dem European Green Deal den Übergang zu Klimaneutralität durchsetzen möchte, müssen wir uns auch überlegen, wie wir diesen Wandel sozial gestalten.

 

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    Who cares? Frauen!

    Deutschland diskutiert über die Bezahlbarkeit des Sozialstaats. Das Europäische Parlament diskutiert an diesem Mittwoch über eine der zentralen Ursachen sozialer Ungleichheit: den Gender Care Gap und den gesellschaftlichen Stellenwert von Pflege- und Sorgearbeit. Immer noch leisten vor allem Frauen den Großteil dieser Arbeit - Milliarden von Stunden, häufig un- oder unterbezahlt, zumeist ungesehen und unhinterfragt ...
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    EU-Sozialpaket: Wichtig, aber ambitionslos

    Heute hat die Europäische Kommission ihr Sozialpaket vorgestellt. Die Grünen/EFA-Fraktion begrüßt diesen Schritt in die richtige Richtung, fordert jedoch ehrgeizigere Maßnahmen wie etwa die Einführung eines verbindlichen Sozialchecks für EU-Gesetzesvorschläge. Die Europaabgeordnete Katrin Langensiepen, ...
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    Who cares? Frauen! Migrantinnen!

    Während Friedrich Merz mit Scheindebatten über Teilzeit-Arbeit Schlagzeilen macht, benennt das Europäische Parlament die eigentliche Baustelle: den Gender Care Gap. Diese Lücke bei der unbezahlten Sorge- und Pflegearbeit, schließen europaweit, Tag für Tag fast auschließlich Frauen. Die EU-Kommission hat für 2027 einen sogenannten Care-Deal angekündigt ...
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    Berliner Blockadeprofis - Bundesregierung riskiert EU-Klage anstatt in Barrierefreiheit zu investieren

    Die Europäische Kommission hat Deutschland erneut wegen mangelnder Barrierefreiheit gerügt. Sie fordert die Bundesregierung auf, die Anforderungen der Europäischen Barrierefreiheitsrichtlinie endlich vollständig in nationales Recht zu überführen. Hintergrund ist, dass Deutschland die Vorgaben für barrierefreie Produkte und Dienstleistungen, wie etwa für Telefone, Computer, E-Books, Bankdienstleistungen und elektronische Kommunikation weiter nur lückenhaft umgesetzt hat ...
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    Klarer Arbeitsauftrag für die EU-Kommission. Doch Mindestgrundsicherung für Menschen mit Behinderung ausgebremst

    Gestern hat das EU-Parlament den Bericht zur EU-Strategie für Menschen mit Behinderung nach 2024 verabschiedet und umfangreiche Empfehlungen an die Kommission formuliert. Die EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (2021–2030) ist der politische Rahmen für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Die Kommission plant im Frühjahr 2026 Vorschläge zur Weiterentwicklung der Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bis 2030 zu veröffentlichen.
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    EPSCO muss an seinen Taten gemessen werden, nicht an seinen Reden

    Beim heutigen Treffen des Rates für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz (EPSCO) stehen Themen auf der Tagesordnung, die über die soziale Zukunft Europas entscheiden. Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt, der Schutz von LGBTIQ-Personen sowie die Inklusion von Menschen mit Behinderungen.
  • / Aktuell

    Pflegegrad 1 auf dem Prüfstand: 860.000 Menschen droht massiver Rückschlag

    Die Bundesregierung scheint die Abschaffung des Pflegegrads 1 zu planen. Davon wären über 860. 000 Menschen betroffen, die derzeit wegen leichter Beeinträchtigungen Anspruch auf kleinere Hilfen und Zuschüsse haben. Hintergrund ist die angespannte Finanzlage der Pflegeversicherung, die mit steigenden Ausgaben und einer wachsenden Zahl Pflegebedürftiger konfrontiert ist.
  • / Aktuell

    Einen Tag Teilhabe, 364 Tage systemische Ausgrenzung

    Der „Aktionstag Schichtwechsel" findet bundesweit am 25. September 2025 statt und wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM) organisiert. Europaabgeordnete Katrin Langensiepen sieht diese Aktion kritisch.
  • / Aktuell / Erfolg für Gleichstellung in der EU: Antidiskriminierungsrichtlinie bleibt!

    Erfolg für Gleichstellung in der EU: Antidiskriminierungsrichtlinie bleibt!

    Die Europäische Kommission hat ihre Entscheidung zurückgenommen, die Horizontale Anti-Diskriminierungsrichtlinie aus dem Arbeitsprogramm zu streichen. Die Richtlinie soll Schutz vor Diskriminierung aufgrund von Alter, Behinderung, Religion, sexueller Orientierung oder Weltanschauung auf Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Wohnen und soziale Dienste ausweiten, denn bislang gilt dieser Schutz nur im Arbeitsleben.
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    Europaabgeordnete Langensiepen, Angel und Metz auf Arbeitsbesuch in Luxemburg

    Die Europaabgeordneten Katrin Langensiepen (Grüne/EFA, Deutschland), Marc Angel (S&D, Luxemburg) und Tilly Metz (Grüne/EFA, Luxemburg) reisen am 21. und 22. Juli 2025 gemeinsam durch Luxemburg, um sich mit Organisationen, Einrichtungen und Betroffenen über die aktuellen Herausforderungen und Chancen im Bereich der Barrierefreiheit und Inklusion auszutauschen.
  • / Aktuell

    Todesstoß für ein soziales Europa

    “Ein Abgesang auf die europäischen Werte“, mit diesen Worten kommentiert Katrin Langensiepen, sozialpolitische Sprecherin der deutschen Grünen im Europäischen Parlament, den möglichen Plan der Europäischen Kommission.
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