Hätte, hätte unendliche Subunternehmer-Kette

12.02.2026

Das Europäische Parlament stimmt am Donnerstag, den 12.02.2026, einen Initiativbericht zum Thema Subunternehmen ab. Firmengeflechte dieser Art haben bei Auftragsvergaben nachweislich prekäre Arbeitsbedingungen gefördert und sind sowohl Arbeitsschutz als auch Standards bei der Sozialversicherung umgangen. Für Kontroverse sorgt bei der konservativen EVP-Fraktion die Frage , ob die Kommission einen klaren Gesetzesrahmen liefern soll, um die Ebenen der Subunternehmen zu begrenzen. Die Entscheidung dazu soll heute Abend fallen. Katrin Langensiepen, Grüne Europaabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, sagt dazu:

„Rechte für Arbeitnehmende in Deutschland und der EU dürfen nicht durch unendliche Subunternehmerketten ausgehebelt werden. Schluss mit dem Ausbeuten von Arbeitnehmenden. Weniger Subunternehmen bedeuten mehr Bezahlung nach Tarif, kein Verantwortungswirrwarr, kein Aushebeln von Mindestlöhnen, Arbeitszeiten und Arbeitsschutzstandards sowie weniger Schwarzarbeit. Für uns Grüne sind maximal zwei Ebenen an Subunternehmen sinnvoll. Direkte Anstellungen sollten allerdings immer das Ziel sein“,so Langensiepen.

„Die Kommission sollte hier zusammen mit den Sozialpartnern die Risikobranchen identifizieren. Die Europäische Arbeitsbehörde muss durch Inspektionen sicherstellen, dass Arbeits- und Gesundheitsnormen eingehalten werden. Es geht darum Rechte auch für die durchzusetzen, die sie möglicherweise gar nicht kennen. So geht das sozial verantwortliche Europa für alle“, ist Langensiepen überzeugt.